Dauertest-Fahrzeuge im Überblick
Dauertest-Fahrzeuge
Dauertest Etrusco T Jörg Lohse
Dauertest Etrusco T
Dauertest Etrusco T
Etrusco T 6900 DB im Dauertest
Etrusco T 6900 DB im Dauertest 61 Bilder

Etrusco T 6900 DB - Teilintegrierter im Dauertest

Etrusco T 6900 DB im Dauertest Mit Ella an die Ostsee

Etrusco stellt sich erstmals dem härtesten und längsten Test von promobil. In den nächsten Monaten prüft die Redaktion den T 6900 in der Praxis und stellt dabei ganz unterschiedliche Ansprüche an das Reisemobil.

Viele Köche verderben bekanntermaßen den Brei – doch das ist so ganz anders beim promobil-Dauertest. Dabei stürzen sich viele verschiedene Redaktions- und Verlagsmitglieder auf das Fahrzeug, um ganz praktisch zu prüfen: Was taugt das Wohnmobil?

So ergeht es in nächster Zeit einem Etrusco-Teilintegrierten. Erstmals stellt sich die junge italienische Marke Etrusco aus dem Erwin-Hymer-Konzern dem promobil-Dauertest – und der "Belastung" von verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Anforderungen ans Fahrzeug. Vom Profi-Camper bis Wohnmobil-Neuling, von der Familie bis zum Single: In den verschiedensten Nutzungsszenarien kann das günstige teilintegrierte Wohnmobil, das einen Grundpreis von unter 50.000 Euro hat, Stärken und Schwächen zeigen.

Etrusco T 6900 DB - Ella Dauertest-Wohnmobil
S. Pfisterer
Dauertest-Mobil "Ella" kostet etwas mehr als ein Etrusco-Teilintegrierter von der Stange. Sie ist mit einem 140-PS-Motor ausgestattet.

Wie es bei allen unseren Dauertest-Mobilen mittlerweile guter Brauch ist, durften unsere Follower auf Instagram wieder über einen Spitznamen für das Fahrzeug abstimmen. Es war dieses Mal ein sehr knappes Voting und fast wäre der Etrusco ein Junge geworden. Doch unsere Instagram-Fans haben das Testfahrzeug auf diesen klangvollen, weiblichen Namen getauft: Ella! Herzlichen Dank fürs Abstimmen!

Vorteile & Nachteile des Etrusco T 6900

 Möbel sind gut verbaut, es klappert nichts während der Fahrt.
 Herausfallschutz für Kinder sowohl im Heck- als auch im Hubbett.
 Öffnet man die Tür der Toilette, entsteht zusammen mit der Dusche ein Raumbad. Der Schlafbereich im Heck ist so auch vom Wohnbereich mit Küche und Sitzgruppe abgetrennt. Das ist sehr praktisch, wenn man mit Kindern reist.
 Viel Stauraum in den beiden Schränken und Fächern im Boden und der Trittstufe zum Heckbett.
 Bequeme Rücksitzbank, auch für längere Fahrten
 Vorsicht Stromfalle: Vergisst man am Radio den Kippschalter auf 0 zu stellen, zieht es die Bordbatterie leer.
 Recht wenig Arbeitsfläche in der Küche. Hier wäre ein zusätzliches Klappbrett praktisch.
 Frisch gewaschene Matratzenbezüge lassen sich nur schwer wieder beziehen.
 Licht im Hubbett zu dunkel, Dachhaube lässt sich nur schwer öffnen.

Alle Logbuch-Einträge des Etrusco T 6900

Hier halten wir Sie auf dem Laufenden, was wir mit der teilintegrierten Wohnmobil-Dame Ella Etrusco alles erleben.

Ella unterwegs in Frankreich

Logbuch vom 17.11.2021
Tester: Jörg Lohse, stv. Chefredakteur MOTORRAD

Dauertest Etrusco T
Jörg Lohse
Dauertest Etrusco T Dauertest Etrusco T Dauertest Etrusco T Dauertest Etrusco T 17 Bilder

Nach vielen Touren in Alkoven-Mobilen nun das erste Mal "als Familie" unterwegs in einem Teilintegrierten. Doch der Plan, uns (Eltern) das bequeme Querbett im Heck zu sichern, scheitert an den Wünschen der mitreisenden Tochter (16), die auf Privatsphäre besteht. Also überlassen wir ihr den hinteren Part des Etrusco, den sie mittels auch quer verschliessbarer Badezimmertür zu einem rund vier Quadratmeter Einzelzimmer erklären kann. Das ist üppig und hat Stil!

Für uns bleibt also der Rest, der sich aber auch sehen lassen kann: schicke Küche im Inselstil, schöne Sitzecke mit drehbaren Fahrer- und Beifahrersitz und dann für die Nacht das absenkbare Hubbett. Durch die stimmungsvoll arrangierte LED-Beleuchtung unter den Schränken, in den Türfüllungen, über der Sitzecke und im Eingangsbereich, aber auch das Lichtband zur Küche hin entsteht schnell ein heimeliges Gefühl, besonders wenn, wie bei unserer Herbsttour mit Ziel Orleans im Loire-Tal, die Dunkelheit bereits am Spätnachmittag einsetzt.

Der kritische Blick auf die dünne Matraze des Hubbetts beim Aufziehen des Lakens vor der Abfahrt relativiert sich nach der ersten Nacht. Dank der Tellerfedern liegt man ultrabequem. Die Maße sind mit 140er Breite auch für Erwachsene ausreichend (das Querbett im Heck wäre so gesehen nicht breiter gewesen). Und auch das Schlafklima ist für uns bislang gewohnte Alkovenschläfer um Welten besser. Vermisst haben wir allenfalls zwei angenehme Leseleuchten in der oberen Etage sowie zusätzliche USB-Steckdosen, um auch in Hubbett-Bereich Smartphone oder Tablet laden zu können.

Und wenn wir schon beim Wünschen sind: eine Staubabdeckung für die USB-Steckdosen auf der Lehne der Sitzecke wäre ebenfalls wünschenswert. Etwas Abstriche mussten wir bei der etwas hakigen Bedienung von Schubladen, Griffen, Knöpfen und Hebeln (wie zum Beispiel den Ausstellfenstern und Dachluken) machen. Hier fehlte es etwas an smoother Geschmeidigkeit, die wir von unserem alten Knaus Sun Traveller gewohnt waren.

Ansonsten aber konnte uns beim 6900er der Innenraum beim Reisen zu dritt voll und ganz überzeugen mit dem vorhandenen Stauraum (praktisch auch die Staufächer über der Fahrerkabine und bei abgesenktem Hubbett gut erreichbar), dem riesigen Kühlschrank plus Gefrierfach und der guten und sparsamen Heizung (selbst unter fünf Grad Celsius reichte Stufe 2 von 6) . Ebenso wie der Platz in der Heckgarage, in die auch problemlos das E-Bike passte.

Dauertest Etrusco T
Jörg Lohse
Dramatische Wolkenlandschaften begleiten uns auf der Tour Richtung Westen. Auf der D 400 im Department Haute Marne

Bei den Reisen über kleine französische D-Sträßchen kamen wir mit dem 3,5-Tonner auch in engeren Gassen dank der übersichtlichen Ausmaße gut zurecht. Vor allem aber konnten wir auch direkt aus dem Mobil heraus bestes Sightseeing genießen, was mit mehr Tonnage aufgrund vieler entsprechend limitierter Ortsdurchfahrten (maximal 3,5 Tonnen) nicht möglich gewesen wäre.

Mit dem 2,3-Liter Diesel ist man zwar nicht übermäßig motorisiert, aber bei inzwischen verordnetem Tempo 80 auf Frankreichs Landstraßen ist das mehr immer noch mehr als ausreichend. Auch der Verbrauch mit knapp elf Litern ist akzeptabel. Immerhin war der 140-PS-Diesel auch bei etlichen Steigungen zwischen Vogesen und Loire-Tal etliche Male gefordert. Verwöhnt von der seidigen Laufkultur eines 160 PS starken Mercedes-Sprinters mit Automatik mussten wir hier allerdings einige Abstriche machen. Es ist zwar der robuste, aber immer noch charaktervoll nagelnde Sound eines gewohnten Fiat Ducato-Motor.

Fazit: Alles in allem aber haben wir mit dem Etrusco einen eleganten Urlaubsbegleiter gefunden, den wir nach einer herbstlich bunten Woche in den französischen Regionen Grand Est, Bourgogne und Val de Loire nur schweren Herzens wieder hergegeben haben.

Unser Tipp übrigens für einen schönen Stellplatz abseits der Saison in letzterer Region: der Campingplatz "Le Jardin de Sully" direkt an der und mit Blick auf die Loire, dicht am Schluss von Sully und rund 20 Kilometer südlich von Orléans.

Hortus le Jardin de Sully 45600 Saint-Père-sur-Loire (FR) 12 EUR/Nacht

Ab an die Ostsee mit Ella

Logbuch vom 11.10.2021
Testerin: Birgit Störk, promobil-Teamassistentin

Etrusco T 6900 DB im Dauertest
Birgit Störk
Etrusco T 6900 DB im Dauertest Etrusco T 6900 DB im Dauertest Etrusco T 6900 DB im Dauertest Etrusco T 6900 DB im Dauertest 25 Bilder

Zwei Premieren: Zum einen waren wir das erste Mal mit einem so großen Wohnmobil unterwegs und zum anderen das erste Mal an der Ostsee. Um es vorweg zu nehmen, beides hat uns sehr gut gefallen.

Da wir in jungen Jahren und auch mit unseren Kindern fast immer Camping-Urlaub machten, war uns vieles schon vertraut. Trotzdem war es natürlich eine Herausforderung mit dem Reisemobil auf Tour zu gehen, aber wir haben uns rasch zurechtgefunden. Ella ist mit Ihren 6,96 m Länge problemlos zu fahren und vom Raumangebot mehr als ausreichend für zwei Personen. In der großzügigen Heckgarage konnten wir problemlos unsere zwei Mountainbikes, zwei Stühle und einen Tisch unterbringen.

Der Weg in den Norden war sehr entschleunigend, gemäß dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Strecken, die wir normalerweise problemlos an einem Tag mit dem Pkw gefahren wären, waren mit unserer gemütlichen Ella nicht möglich. Und auch nicht gewollt. Nach kurzer Eingewöhnung fuhren wir (ganz ungewohnt) fast immer gemütlich und relaxt auf der rechten Seite. Deshalb suchten wir schon in der Lüneburger Heide nach einem Stellplatz für die Nacht. Alles war sehr neu für uns, doch durch unser theoretisches Wissen und Nachfragen bei Stellplatz-Nachbarn hatten wir schnell den Dreh heraus.

Was uns im Laufe unserer 14-tägigen Reise positiv auffiel, wie schnell wir den Etrusco für ein neues Ziel abfahrbereit hatten und wie schnell auch wieder alles ausgepackt und einsatzbereit war. Deshalb war der Urlaub sehr erholsam für uns.

Unser erstes Ziel an der Ostsee war Pelzerhaken bei Neustadt in Holstein, ein kleiner Ort, ca. 40 km oberhalb von Lübeck. Der Stellplatz war sehr schön, komfortabel und bot viele Möglichkeiten zum Fahrradfahren und Laufen. Durch das große Angebot an guten und schönen Restaurants haben wir gutes Essen und ausgezeichneten Wein genießen können.

Wohnmobil-Stellplatz Ostsee 23730 Neustadt in Holstein (D) 51 Bewertungen 18 EUR/Nacht

Anschließend fuhren wir auf einen Campingplatz nach Lübeck, eine wunderbare Stadt. Leider hatte es die ganze Zeit anhaltend kräftig geregnet, deshalb sind wir nach Besichtigung des Holstentors und einem kleinen Überblick der Altstadt wieder auf den Campingplatz zurückgekehrt und haben einen gemütlichen Abend mit Kartenspielen im Wohnmobil ausklingen lassen.

Tisch und Sitzgelegenheiten sind sehr großzügig, so konnten wir auch bei Regenwetter gemütlich sitzen. Eigentlich hat uns die ganze Aufteilung des Wohnmobils sehr überzeugt. Außergewöhnlich toll fanden wir die Bedienung der Heizung: Eine kleine Drehung und schon wurde es in der Ella innerhalb von wenigen Minuten gemütlich warm, was bei dem sehr kühlen Wetter auch manchmal erforderlich war.

Etrusco T 6900 DB im Dauertest
Birgit Störk
Genügend Platz fürs Frühstück bietet die Sitzgruppe.

Wismar stand anschließend auf dem Plan, da das Wetter ein wenig besser war, konnten wir die Stadt problemlos erkunden. Nach einem Fischbrötchen am Hafen ging es weiter nach Salzhaff. Am Salzhaff ist es sehr ruhig, aber Wind- und Kitesurfer kommen dort voll auf Ihre Kosten. Wer viel Natur und keinen Trubel möchte, ist dort gut aufgehoben. Ein sehr schöner Campingplatz mit einem sehr guten Restaurant erwartete uns dort. Allerdings gab es außer diesem Restaurant im Umkreis von 20 km keine Alternative zum Essengehen. Deshalb stand am ersten Abend erst einmal Selbstversorgung auf dem Plan.

Die Küche war für unsere Bedürfnisse absolut ausreichend. Wir haben allerdings auch – wie gesagt – meistens nicht gekocht, sondern häufig nur heißes Wasser für Kaffee oder Tee gemacht. Wer richtig kochen möchte, wird wahrscheinlich vom Platz an seine Grenzen stoßen. Der Kühlschrank ist für ein Reisemobil sehr großzügig und überall gibt es Schränke und Klappen zum Aufbewahren von Geschirr und Küchenutensilien. Praktisch auch der Abfalleimer unter der Spüle…. fast wie zuhause.

Etrusco T 6900 DB im Dauertest
Birgit Störk
Der Hafen in Wismar.

Zwei Tage danach sind wir nach Zingst weitergefahren und hatten Glück dort noch einen Campingplatz zu ergattern. Stellplätze waren alle belegt. So ruhig es am Salzhaff war, so quirlig war es in Zingst. Es gab zwar einen wunderbaren Fahrradweg auf dem Deich, aber durch die Vielzahl an Fahrradfahrern konnten wir fast nur in Kolonne fahren. Das machte nur bedingt Spaß. Dennoch sind wir mit dem Fahrrad 30 km zum Darßer Leuchtturm gefahren. Der Leuchtturm wurde 1848 erbaut, ist immer noch in Betrieb und steht mitten im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Sehr schön, aber leider auch wieder sehr überfüllt.

Geschlafen haben wir sehr gut im Urlaub. Wir fanden das Doppelbett bequem und absolut ausreichend vom Platz. Dass die Badtür nicht nur das Bad, sondern den Raum zwischen Bett und Küche abtrennen kann, war für uns überraschend und ergab dadurch ein großes Bad inklusive Ankleideraum.

Wenn man etwas mäkeln möchte, dann an den fehlenden Haltegriffen im Fahrerhaus auf der Fahrer- und Beifahrerseite. Ist man nicht so sehr groß und/oder hat Probleme mit den Knien ist das Ein- und Aussteigen am Anfang schwierig und gewöhnungsbedürftig.

Zum Abschluss und schon auf dem Weg in den Süden wollten wir uns Schwerin und die Mecklenburgische Seenplatte anschauen. Leider wurde das Wetter schlechter, so entschlossen wir uns nochmal zu unseren Ursprungsaufenthaltsort nach Pelzerhaken zu fahren. Dort hatten wir dann noch ein paar schöne Tage bevor es wieder nach Hause ging. Im ganzen Urlaub nutzten wir übrigens die promobil-App Stellplatz-Radar. Stell- oder Campingplätze zu finden war damit überhaupt kein Problem.

Für 2227 km haben wir rund 220 Liter Diesel benötigt, also 9,8 Liter auf 100 km, was für so ein großes Fahrzeug erstaunlich wenig Verbrauch ist. Auch hatten wir während der ganzen Urlaubszeit kein einziges Mal Probleme.

Fazit: Wir würden jederzeit wieder mit Ella auf Reise gehen. Wir fanden es einfach beeindruckend, wie wir ohne umständliches und zeitraubendes Kofferpacken innerhalb kurzer Zeit von einem Ziel zum anderen reisen konnten.

Kleine Pannentour mit Ella

Logbuch vom 23.08.2021
Tester: Andreas Becker, promobil-Fotograf

Etrusco T 6900 (2021)
Andreas Becker
Etrusco T 6900 (2021) Etrusco T 6900 (2021) Etrusco T 6900 (2021) Etrusco T 6900 (2021) 21 Bilder

Wir waren zu viert mit Hund zwei Wochen im Osten Deutschlands unterwegs, meine Frau, unsere beiden Söhne und ich. Für uns war es das Mal überhaupt mit so einem rollenden Wohnmöbel und auch ohne vorher die Route festzulegen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir kamen gut zurecht in diesem kompakten Gefährt.

Auf Tuchfühlung mit Ella

Schlüssel rein, Schlüssel rum – easy brumm. Der Fiat Ducato fährt gut bis auf die schon mehrfach geschilderte Sache mit dem Seitenwind – alles gut. Ich durfte nach wenigen hundert Kilometern AdBlue und Öl nachgießen. Die hintere Sitzbank ist bequem und selbst für große Leute ist es kein Problem einige Stunden zu fahren ohne "Rücken".

Etrusco T 6900 (2021)
Andreas Becker
Ella konnte wieder einmal mit guten Fahreigenschaften und viel Stauraum überzeugen.

Die Einteilung der Schlafplätze war schnell erledigt. Eulen und Chiller schlafen hinten und die Lerchen dürfen das komfortable Hubbett belegen. So lässt sich Frühstück in aufrechter Haltung vorbereiten und die Sitzgruppe benutzen während die Jungs noch schlafen (oder doch schon Handy zocken?).

Nach dem samstäglichen Packen ging’s am späten Nachmittag los, gar nicht weit – Nürnberg war unsere erste Station, Hauptsache losmachen! In Nürnberg fand sich ein Platz am Stellplatz Dutzendteich, von dem aus man prima nach einem kurzen Spaziergang zur besten Biergartenzeit in der nahen Stadt fündig wir. Über Dresden, wo wir gut und gerne am Wohnmobilstellplatz Blüherpark standen, ging es weiter nach Rathen auf den Stellplatz Liliensteinblick als nächste Station für Ausflüge ins Elbsandsteingebirge.

Die Küche – klein aber fein. Organisation beim Kochen ist gefragt, aber machbar. Glücklicherweise habe ich in der Dachhaubenablage die Erweiterungsplatte für den Tisch in der Sitzgruppe gefunden, so dass wir zu viert gut sitzen konnten beim Essen.

Das Bad ist groß genug wenn man die Tür zum Wohnraum schließt und so den hinteren Teil für sich hat. Überhaupt hatten wir vier alles dabei was mit sollte, Ella bietet echt viel Stauraum. Durch die Ausweichmöglichkeiten in Küche und Eingangsbereich kamen wir auch immer aneinander vorbei, lassen wir den Vierbeiner mal außer Acht. Mir fehlt es da an Erfahrung, aber liegen alle Hunde in allen Reisemobilen am liebsten immer im Weg?

Etrusco T 6900 (2021)
Andreas Becker
"Wuff, ich will doch nur chillen."

Viele Schmutz-Sammelquellen

Apropos Hund, leider hatte unser Border Collie mit knapp anderthalb Jahren doch auf der Reise etwas Stress. Fern des heimatlichen Gehüts und die Herde immer in Bewegung, kam sie nicht so zur Ruhe wie zuhause was zu ordentlichem Fellausfall führte. Der mitgenommene Akkusauger war täglich öfter im Einsatz.

Es muss indes am dritten oder vierten Tag unserer Tour gewesen sein, als die Wollmäuse herausgefunden hatten, wo die sicheren Verstecke in Ella sind. Zahlreiche Lücken in den eingebauten Möbeln lassen sich finden, die einerseits zu kurz für eine Aufbewahrung von Nützlichem, aber doch zu eng, zu schmal oder zu tief sind, um mit der Düse des Saugers hinzugelangen: Beispielsweise neben der Trittstufe, hinter und neben dem WC.

Etrusco T 6900 (2021)
Andreas Becker
Eine von vielen Schmutz-Fallen: An der Aufbautür neben dem Fliegengitter.

Ebenfalls nervig: Weshalb ist das Fliegengitter am Einsteig seitlich nicht verkleidet im unteren Bereich? Und warum ist die Schiene am Boden nith so breit gestalten wie die Möbellücke groß ist? Hinten noch ein Hölzchen zurechtgeschnitzt und Staub, Sand, Fell, Krümel und Co. würden erreichbar bleiben.

Erstaunlich fand ich auch die dutzende Plastikabdeckungen in den Bodenfächern und in der Heckgarage. Kaufte ich mir je solch ein Fahrzeug, ich würde es ausdrücklich ohne diese unnötigen Teile bestellen. Sie fallen bei Annäherung einer Staubsaugerdüse sofort von den Beschlägen. Das dauernde Hingeknibbele möchte ich nicht als Hobby haben.

Pech und Pannen: Handwerkliches Geschick ist gefragt

Ich hatte bislang nicht die Angewohnheit mit einem 2mm Inbus-Schlüssel zu verreisen, werde das aber bei der nächsten Tour im Reisemobil ernsthaft in Erwägung ziehen. Alternativ würde ich die Fahrerhaustüren konsequent langsamst im Flüstermodus schließen. Denn den 2er-Inbus braucht man, um die meiner Meinung nach schlecht verbauten Seitenscheibenverdunklungen festzuziehen.

Manch anderes ist im Handumdrehen erledigt, so zum Beispiel, den Verdunklungsvorhang in die Ablage der Dachhaube legen. Dann kann man auch vom linken hinteren Platz aus einigermaßen vorne rausschauen. Andere Dinge sind schon aufwendiger: So wäre ein Zugang zur Heckgarage von Innen wünschenswert.

Die silbernen Blenden im Cockpit würde ich schwärzen, gehörte Ella mir. So stören doch bisweilen die hellen Dreiecke beim Fahren, selbst im Außenspiegel bei ungünstigen Lichtverhältnissen.

Etrusco T 6900 (2021)
Andreas Becker
Störend: Die Reflexion der Blenden in der Frontscheibe.

Zwei weitere Dinge missfielen im Hubbett: Die Dachluke über dem Hubbett scheint so eng verbaut zu sein dass man einige Kraft braucht, um sie mit beiden Händen zu öffnen. Dabei muss man darauf achten, dass sie sich nicht verkantet. Nur ein trübes Licht an dieser Stelle ist für Bücherwürmer echt wenig, da würde ich nachrüsten.

Und: Hätten Sie es gewusst? Tomatensaucentropfen die beim Kochen oben auf dem Rand der Glasscheibe landen fließen immer hinten runter. Eine Silikonfuge würde ich da schon sinnvoll finden.

In Potsdam ging dann die Wasserpumpe über den Jordan, schade sie war doch so jung. Klar dass uns das Samstagvormittag ereilte, das Wochenende war also gerettet – endlich gab es was zu basteln! Die nächste Möglichkeit für uns zu einer neuen Pumpe zu kommen war das gut sortierte "Bootscenter an der B1" in Werder an der Havel, was geschickt auf dem Weg an die Müritz liegt.

Etrusco T 6900 (2021)
Andreas Becker
Die Wasserpumpe musste ersetzt werden während der Tour.

Reich-Pumpen waren aus, aber die Anschlüsse sind ja zum Glück alle gleich und so wird die "Vip Plus" von Comet sicher gute Dienste tun. Denkste! Der Anschluss der Reich’schen Pumpen ist oben derart gestaltet, dass das Rücklaufventil direkt an der Pumpe angebracht werden kann. Bei der Comet geht dies natürlich nicht. Also noch schnell etwas Wasserschlauch gekauft und so den Anschluss ans Leitungssystem angepasst.

Nur mäßig: Navi und Radio

Weiter gehts also Richtung Röbel. Zielort ins Navi eingeben und los! Ach ja, das Navi. Man darf nach jedem Tipp aufs Display etwas warten bis eine Reaktion seitens des Gerätes erfolgt. Steigt die Außentemperatur über 20 Grad sollte für jedes Grad etwas Zeit mehr eingeplant werden. Geduld ist gefragt, auch kann man nicht erwarten dass das Gerät auf Stau Rücksicht nehmen würde oder Verkehrsdaten in Echtzeit lieferte. Munter sagt es die ursprünglich kalkulierte Ankunftszeit voraus bis man sich im Stau hinten anstellt. "Keine Verkehrsmeldungen auf der Strecke" erzählt das Display bei Aufruf der entsprechenden Funktion.

Etrusco T 6900 (2021)
Andreas Becker
Laut Navi ist freie Fahrt angesagt - in Wahrheit gab's einen Stau.

Macht nix, wir sind im Urlaub, komm lass Radio hören, das Teil kann sogar DAB plus. Schnell einen Sender gesucht, der einigermaßen reinkommt (DAB, plus ?? ) und Mucke gehört. Ist halt in dem Fall Oldiekram aber ‚Breakfast in America‘ passt ja irgendwie zum Reisen. Textsicher sollten die geneigten Zuhörenden aber schon sein, denn das Gerät setzt alle paar Takte zuverlässig aus, was bei Musik ja durchaus lustig ist. Die Meldung "die A krchchchch ist zwischen krchchch und krchchch wegen Unfall krchchch gesperr" ist dann doch wenig informativ an sich und so genießen wir die Stunde im Stau in vollen Zügkchchch...

Die letzten Stopps versöhnen uns

Pünktlich zum Eintreffen in Röbel hellte sich das Wetter auf und unser Wohnraum erweiterte sich auf dem Campingplatz um einige Quadratmeter überdachter Wiese durch die Markise. Das Tropical Island auf einem ehemaligem Militärflugplatz eine Stunde südlich Berlins gelegen auf der Fahrt in den Norden entdeckt war spontan Ziel auf dem Rückweg in den heimatlichen Süden. Auf dem Stellplatz Tropical Islands kann man für 5 Euro auf dem Parkplatz (die alte Start- und Landebahn) 24 Stunden stehen und einen langen Tag im Spaß- und Wellnessbad erleben.

Etrusco T 6900 (2021)
Andreas Becker
Zwischenstopp bei Tropical Island in der Nähe von Berlin.

Drei Stellplätze gibt es in Dessau um den Yachthafen. Wir waren auf dem des Yachtclubs in Dessau-Roßlau zusammen mit unzähligen hungrigen Moskitos und drei weiteren Campern. Mit üppig Autan und Räucherspiralen um den Tisch ließen sie uns aber in Ruhe. Ohne Dauerjucken ging es zum Abschluss unserer Tour in die Stätten des Bauhauses in Dessau.

Fazit: Alles in allem waren wir sehr zufrieden mit unserer Reisegefährtin Ella, die uns – von den genannten Kleinigkeiten abgesehen – gut gefallen hat.

Deutsche Vita für die Italo-Dame

Logbuch vom 05.08.2021
Testerin: Sophia Pfisterer, promobil-Redakteurin

Naturcamping Malchow Mecklenburgische Seenplatte
Pfisterer
Naturcamping Malchow Mecklenburgische Seenplatte Ferienroute Straße der Alleen Malchow Etrusco T 6900 DB 21 Bilder

Meine Lieblings-Reisegeschwindigkeit liegt bei 120 bis 130 km/h – und so segle ich mit Partner und Ella auf der rechten Autobahnspur Richtung Norddeutschland. Hier wollen wir mit der italienischen Fahrzeug-Dame ein bisschen entspannte Deutsche Vita erleben.

Reist man mit einem italienischen Kennzeichen durch Deutschland, riskiert man hin und wieder komische Blicke. Bei unserem Trip mit Ella in Mecklenburg-Vorpommern konnte wir es uns deshalb nicht verkneifen, immer wieder PlatznachbarInnen mit "Ciao" und "Buona Sera" zu begrüßen. Da sich unsere Sprachkenntnisse allerdings darauf beschränken, konnten wir den Spaß leider nie allzu lange durchziehen.

Ella hingegen zieht durch und fährt wie eine Eins. In den Fahrzeug-Lautsprechern läuft das Hörbuch, das ich via Bluetooth von meinem Smartphone ans Womo-Cockpit gekoppelt habe. Ich freue mich auf den ersten langen Urlaub nach Lockdown bis – rrrratsch! Es fühlt sich so an, als ob jemand ins Steuer greift und es kurz herumreißt. Was zur…?! Ein SUV ist mit 200 Sachen vorbeigerauscht. Da Ella keinen Seitenwindassistenten hat und das überholende Fahrzeug eine recht große Fläche, kommen wir ins Schwanken. Kurzer Adrenalinstoß. Weiter geht's.

Ferienroute Straße der Alleen
Pfisterer
Wir fahren mit Ella am liebsten auf der Landstraße, beispielsweise die malerische Ferienroute "Straße der Alleen", die durch Mecklenburg-Vorpommern führt.

Die neue Version des Fiat Ducato hat einen Seitenwindassistenten – optional. Allerdings basiert unser Dauertest-Wohnmobil auf einer Version ohne diesen Schock-Verhinderer. Und der hilft nicht nur bei großen, schnell überholenden Fahrzeugen, nicht aus der Spur zu geraten. Auch beim Überholen von Lkw und bei stürmischen Witterungsverhältnissen, wie man sie beispielsweise in Südfrankreich oder Kroatien erleben kann, kann so ein Assistent bei großen Fahrzeugen Wunder wirken.

Bei unserem Trip bleiben wir jedoch, wie gesagt, in Deutschland. Erster kurzer Stop-over ist ein Besuch bei Freunden in Berlin. Wir stehen auf dem mit viel Herz und Humor geführten Stellplatz in Köpenick, wo wir abends in den dortigen Biergarten einkehren, um uns von der Fahrt zu erholen:

Dann geht es weiter auf unserer Erkundungstour durch Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Bundesland bietet zwei großartige touristische Highlights: Einmal die wunderbare Mecklenburgische Seenplatte und dann noch die Ostsee, in deren Fluten wir uns auf Höhe Usedom stürzen. Das Navi war in seiner Zielführung zwar mitunter kreativ, angekommen sind wir trotzdem immer – irgendwie.

Beide Orte in "Meck-Pomm" sind perfekt dazu geeignet, um sie via Fahrrad zu erkunden. Doch auch hier offenbart der Etrusco T 6900 DB eine Schwäche: Unsere wunderbaren E-Bikes passen nicht in die Heckgarage. Zum Glück ist ein Fahrradträger am Heck angebaut. Will man meinen. Pustekuchen. Die Schienen sind so kurz, dass das Lady-E-Bike nur gerade so draufpasst. Das Herren-E-Bike mit etwas weiterem Radstand muss zuhause bleiben und der Mister darf sich in diesem Urlaub nochmal auf dem alten, nicht-elektrischen Drahtesel fit halten. Das passt ohne Probleme hinten in die Garage.

Etrusco T 6900 DB
Pfisterer
Passt, wackelt und hat Luft - ein normales Fahrrad schluckt die Heckgarage fast ohne Murren. Bei E-Bikes läuft's nicht so geschmeidig.

Dramatisch mehr Raum bietet Ellas Interieur. Der Stauraum ist mehr als ausreichend für zwei Personen, die wirklich großzügig packen und gerne viel dabeihaben. Sowohl für Kleidung als auch für Küchenutensilien oder Proviant im Kühlschrank ist richtig viel Platz.

Die L-Küche lernen wir ebenfalls sehr zu schätzen. Spült oder kocht eine Person, kann die andere ganz ohne Vorbei-Gequetsche den Flur benutzen und von Bett oder Bad hinten nach vorne in die Sitzgruppe schreiten, schweben oder hüpfen. Wobei letzteres nicht zu empfehlen ist. Schon bei kleinen Bewegungen kommt Ella sichtlich ins Wanken, beispielsweise wenn man das Kopfkissen aufschüttelt.

Das Bett hinten ist sehr bequem. Trotz geteilter Matratzen ist niemand von uns nachts in der Mitte in das "Gräbele" abgestürzt, wie die Matratzenfalte im schwäbischen Fachjargon heißt. Da es uns so gut im Heck gefallen hat, gab es für uns keinen Grund das Hubbett zu testen.

Etrusco T 6900 DB
Pfisterer
Auf dem Dach und am Fußende gibt's im Heckschlafraum ein Fenster - uns genügt's. Am Kopfende läuft man so nicht Gefahr, Verdunkung oder Rollos abzureißen.

Das fahrzeugbreite Bad haben wir hingegen täglich genutzt. Auch hier wieder: Begeisterung fürs Raumkonzept, den Stauraum und die großzügigen Maße.

Verbraucht haben wir übrigens durchschnittlich 9,6 Liter auf 100 Kilometer. Adblue und Motoröl mussten wir nicht nachfüllen. Ob's am defensiven Fahrstil lag?

Fazit: Bravissimo, Ella! Du warst gut zu uns! Für zwei und sicherlich auch mehr Personen ist Urlaub mit dem Etrusco Teilintegrierten problemlos machbar – schon allein wegen des Stauraum-Angebots. Einzig der gescheiterte E-Bike-Transport und der fehlende Seitenwind-Assistent bleiben in nicht so guter Erinnerung.

Mit Ella unterwegs auf Dienstreise in Frankreich

Logbuch vom 20.07.2021
Tester: Ulrich Kohstall, Redaktionsleiter Clever Campen

Dauertester Ella Etrusco
Gesa Marx
Unser Dauertest-Fahrzeug Ella Etrusco unterwegs auf langer Dienstfahrt in Richtung Frankreich.

Auf einer rund 2.000 Kilometer langen Dienstreise in den Westen Frankreichs hat man viel Zeit, sich über das Fahrverhalten des Dauertesters Gedanken zu machen. Viele Anlässe gibt es dafür allerdings nicht, denn Ella Etrusco verhält sich unauffällig. Und zwar im besten Sinne. Ein Reisetempo von Tacho 130 km/h erweist sich auf französischen Autobahnen als angenehm. Der Geräuschpegel hält sich dabei in vernünftigen Grenzen und man kommt zügig vorwärts.

Wenn es nur keine Mautstellen gäbe, die nicht allein Zeit, sondern auch ganz stolze Beträge kosten. Wäre es eine Urlaubs- statt einer eiligen Dienstfahrt, wäre eine Landstraßenroute mit einer zusätzlichen Übernachtung wohl die bessere Wahl. Es ist wohl kein Zufall, dass man kaum andere Wohnmobile auf der Autobahn sieht, obwohl in Frankreich gerade Ferienzeit ist.

Nachrüstungen im Dauertester im Visier

Es bleibt während der entspannten Fahrt jedenfalls auch Zeit, die beiden jüngsten Nachrüstungen am Dauertester ins Visier zu nehmen. Die Faltverdunklung an Front- und Seitenscheiben ist für ihre eigentliche Aufgabe eine gute Wahl – aus der Fahrerperspektive ist sie es nicht. Bereits bei einer Körpergröße um 1,80 Meter stört es, dass eine Kunststoffverkleidung das Blickfeld am oberen Rand der Windschutzscheibe verringert.

Auch der linke Außenspiegel ist durch eine Kaschierung des Fensterstegs nicht mehr völlig frei einsehbar. Die Verdunkelung verhindert auch, dass man die Sonnenblende bis ganz nach vorne an die Scheibe schwenken kann. Zur Seite klappen lässt sie sich gar nicht mehr. Es soll Adapter geben, die dieses Problem lösen.

Das neue Navi gefällt spontan durch die gute Integration ins Armaturenbrett und einen großen sowie scharf darstellenden Monitor. Auch die Bedienung geht in Ordnung. Die Lautstärke lässt sich über einen Drehregler einstellen oder im Dauertester auch mit Hilfe von Lenkradtasten. Sie helfen ebenfalls, zwischen Radiodarstellung, Musik über den USB-Anschluss und Navigation zu wechseln, was sonst nur etwas umständlich gelingt.

Nach einigen Stunden klappt das jedoch gar nicht mehr. Weil das Gerät seine Navifunktionen nach dem Start nur langsam hochfährt, schaltet man es bei kürzeren Pausen gar nicht erst aus, doch der Dauerlauf bekommt dem Navi offenbar nicht. Plötzlich bleibt das ohnehin schwach empfangende Radio still.

Die Musik auf dem USB-Stick wird in etwas willkürlicher Reihenfolge abgespielt und der Lautstärkeregler reagiert nicht mehr. Das kann dann ziemlich laut werden, wenn man an der Mautstation mal schnell von Tempo 130 auf Null abbremsen muss. Ausschalten ist die einzige Abhilfe. Nach dem erneuten Einschalten gibt es immer noch einige Ungereimtheiten. Am Ende hilft dem fühlbar erhitzten Gerät nur eine längere Pause. Kurz vor dem Ziel funktioniert dann alles wieder so wie gedacht.

Fazit: Am Fahrverhalten von Ella ist nichts auszusetzen. Sie gleitet ruhig über die Straßen. Die Nachrüstungen haben allerdings ihre Nachteile. Die Faltverdunklung beeinträchtigt teils das Blickfeld und das neue Navi verträgt den Dauerlauf offenbar nicht.

Bikepark-Urlaub mit Ella

Logbuch vom 12.07.2021
Testerin: Alisa Bielicke, promobil-Grafikerin

Etrusco T 6900 (2022)
A. Bielicke
Etrusco T 6900 (2022) Etrusco T 6900 (2022) Etrusco T 6900 (2022) Etrusco T 6900 (2022) 18 Bilder

Nachdem wir durch die Pandemie lange eingeschränkt waren, freuen wir uns auf unseren kurzen Urlaub mit Ella! Bikepark-Action in Deutschland steht auf dem Programm, da kommt uns das teilintegrierte Reisemobil mit der großen Heckgarage gerade Recht.

Es ist Sonntag und wir machen uns auf den Weg nach Winterberg. Schon beim Beladen fällt auf: Ella hat erstaunlich viel Stauraum; immer wieder finden wir neue Klappen und Fächer. Pluspunkt hierfür! In die Heckgarage passen zwei Fahrräder, ein Tisch, zwei Stühle, viele Bike-Klamotten und allerlei Kram wie Kabeltrommel, Keile etc. Die beiden seitlichen Heckklappen sind allerdings nicht gleich groß, deshalb muss man eventuell etwas nachdenken, wie man am cleversten die Räder verlädt und verzurrt. Tetris-Kenntnisse von Vorteil, aber keine Voraussetzung.

Etrusco T 6900 (2022)
A. Bielicke
"I want to ride my bicycle..." Die erste Station der Bikepark-Tour mit Ella führte Alisa Bielicke nach Winterberg.

Alles verstaut, auf geht‘s! Bei der Fahrt komme ich gut an die Pedale (1,65m), dürfte gefühlt aber nicht viel kürzer sein. Die Geräuschkullisse hält sich in Grenzen, das einzige Klappern, das ich höre, verorte ich bei der Duschtür. Ella ist easy zu fahren, der Tempomat arbeitet einwandfrei und so geht die Fahrt zum Campingplatz am Bikepark Winterberg schnell. Und wir sind bester Laune!

Campingplatz Winterberg 59955 Winterberg (D) 1 Bewertung 23 EUR/Nacht



Zwei Nächte sind wir nun hier, richten uns nach unserer Ankunft etwas ein, fahren die Markise aus und das Urlaubsfeeling setzt sofort ein. Nachts beginnt es heftigst zu schütten und zu gewittern und wir müssen zwangsweise mit Ohrstöpseln schlafen, nachdem wir dreimal alle Fenster kontrolliert haben.

Nach überstanderner Gewitternacht gönnen wir uns ein Frühstück im Inneren. Die Sitzecke finden wir etwas eng, denn man muss die Knie am Tischbein vorbei quetschen und sitzt dann sehr nah am Tisch. Nichtsdestotrotz lässt sich mit zwei Personen hier natürlich hervorragend frühstücken.

Etrusco T 6900 (2022)
A. Bielicke
Der bevorzugte Essplatz während des Trips: Unter der Markise.

Im Kühlschrank ist super viel Platz und auch das Gefrierfach oben drüber bietet noch ordentlich Raum. In der Küche lässt sich auf jeden Fall gut Essen zubereiten, allerdings ist die Arbeitsfläche doch recht knapp bemessen, sobald die Abdeckungen von Spüle und/oder Herd geöffnet sind.

Nach einem heftigen Sturz am zweiten Bikepark-Tag ziehen wir unsere Abreise einige Stunden vor und düsen Richtung bayerischer Wald. Geisskopf wir kommen! Das Navi ist recht langsam und sehr dunkel eingestellt. Mein Freund gibt aber nicht auf und findet schließlich in den Einstellungen die Helligkeit. Wie uns das Navi dann führte, ist bis heute ein Rätsel. Irgendwann fanden wir jedoch die Autobahn und kamen abends gut am Wohnmobilstellplatz Geisskopfbahn direkt am Bikepark an.

Etrusco T 6900 (2022)
A. Bielicke
Tierischer Besuch: Eine kleine Katze klopfte bei Regen immer wieder bei Ella an der Türe.

Leider brachten wir auch das Wetter mit. Jede Nacht Gewitter und Regen, ohne Ausnahme, abends lange draußen sitzen – unmöglich! Machen wir es uns eben innen gemütlich. Auch wenn das Heckbett optisch sehr schmal wirkte, haben wir übrigens wirklich sehr gut gelegen und genächtigt.

Den dritten Bikepark unserer Tour, den wir in Tschechien anfahren wollten, streichen wir aus Unwetter-Gründen. Schnelle Planänderung: Wir fahren dafür mit Ella zum Europapark, auf den Park-eigenen Campingplatz.



Über die Woche sind uns vor allem in der Sitzgruppe einige Dinge aufgefallen, die etwas störten: Zuerst die Stufe zur Sitzecke, die meinen Knöchel ordentlich in Mitleidenschaft zog. Wozu diese Stolperfalle? Dann der Klettpunkt für das Polster der einen Sitzbank, der verschraubt war. Diese Schraube war rausgerissen. Und mit dem Fenster am Tisch hatten wir mehrfach Probleme, weil es sich nicht richtig schließen ließ.

Etrusco T 6900 (2022)
A. Bielicke
Die Sitzgruppe war für Alisa und ihren Freund Thomas etwas zu eng - ein paar Kritikpunkte fanden sie darüber hinaus noch.


Ein weiterer kleiner Kritikpunkt: Dass man den Bad-Bereich durch die Tür der Toilette abgrenzen kann, ist zwar super praktisch. Öffnet man die Badezimmertür allerdings komplett, um den hinteren Bereich abzutrennen, kann man den Kleiderschrank nicht richtig öffnen.


Fazit: Alles in allem waren wir traurig, als wir den Etrusco-Teilintegrierten wieder abgeben mussten. Der T 6900 bietet viel Stauraum und lässt sich angenehm fahren. Wir haben super geschlafen und fühlten uns rundum wohl! Hoffentlich ergibt sich eine zweite Ausfahrt. Bis bald, Ella!

Ella geht auf ihre erste große Reise

Logbuch vom 22.06.2021
Testerin: Isabell Krautberger, promobil-Redakteurin